
Babykörbchen
Die anonyme Abgabe eines Babys in ein Babykörbchen ist eine rechtlich und moralisch umstrittene Handlung. Daher bedeutet sie für Netzwerk Mirjam immer die letzte Möglichkeit, wenn alle anderen Hilfestellungen nicht greifen. Sie ist manchmal die letzte Chance, Leben zu erhalten. Tod durch Aussetzung ist für uns keine Alternative. Kein Baby soll aus Verzweiflung ausgesetzt werden.
Dieses war für Landesbischöfin Margot Käßmann der Anlass zum Handeln.
Ein Netz von Hilfsangeboten wurde „gestrickt“, von denen das Babykörbchen eines ist.
Das Babykörbchen befindet sich in einem Nebengebäude des Diakoniekrankenhauses Friederikenstift. Es kann unbemerkt, also anonym, über einen Seiteneingang erreicht werden. Wird das Kind ins Körbchen gelegt, ertönt im Kreißsaal des Friederikenstifts ein Alarmsignal. Von dort wird das Kind sofort geholt und versorgt. Ist es gesund, wird es in eine geeignete Adoptionspflegefamilie vermittelt.
Wichtig:
Die Mutter kann bei der Abgabe ihres Kindes ein Faltblatt mitnehmen, das im Babykörbchen liegt. Dort werden weitere Hilfs- und Kontaktmöglichkeiten in mehreren Sprachen erläutert. Außerdem enthält das Faltblatt ein Symbol, das dem jeweiligen Kind zugeordnet wird.
Lageplan:





